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Die Burg im Moor

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Die Burg im Moor

Beitrag  Efyriel am Di 4 Sep 2012 - 15:18

Irgendwo auf Bioka gibt es eine Burg, umgeben von Mooren. Doch diese Burg ist nicht wie man sich eine normale Burg vorstellt. Sie hat unzählige Räume mit teilweise verborgenen Türen und Durchgängen.
Hinter dem Spiegel könnte sich ein Gang oder ein Zimmer oder eine geheime Treppe verbergen. Oder befindet sich eine Falltür unter dem Schrank oder Bett?
Neben seltsamen Durchgängen gibt es auch seltsame Einrichtungen und auch ungewöhnliche Wesen.

Wagt ihr es die Kammern, Zimmer und Säle der Burg zu erkunden?
Nur Mut, schaut euch ein wenig um!

Ihr betretet die Burg durch das Eingangsportal und steht daraufhin in einem großen Empfangssal mit zwei Treppenaufgängen und 12 Türen. Ebenso zweigen zwei Gänge ab, die dazu einladen die Zimmer zu erkunden, zu welchen sie führen. Außerdem liegt direkt vor euch ein Stück Papier auf dem eine Nachricht für euch steht:

Willkommen in meinem bescheidenen Heim, ihr findet mich in meinem Arbeitszimmer. Folgt dazu einfach der rechten Treppe nach oben, klettert die Leiter im zweiten Raum auf der rechten Seite hinab und biegt im Gang darunter nach rechts ab. Anschließend nehmt ihr die fünfte grüne Tür und klopft dann an die Tür des zweiten Schrankes von links.
~~ Euer Graf von Mooren ~~
Bitte lasst diese Nachricht für weitere Besucher hier zurück.

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Re: Die Burg im Moor

Beitrag  Gast am Di 27 Aug 2013 - 10:32

Verana stolperte durch den Morast. Das Unwetter schien sich beinahe minütlich zu verschärfen, denn es goss nun wie aus Eimern und die bedrohlich dunklen Wolken wurden zeitweise von grellen Blitzen erhellt. Verana war sich inzwischen sicher, dass sie sich hier draußen in den Mooren den Tod holen würde. Die Aussicht auf einen trockenen Unterschlupf waren hier draußen eher gering, bis gleich null. Ihre Kleidung war bereits durchnässt, in ihren Stiefeln sammelte sich das Wasser und ihre Haare klebten ihr im Gesicht, wie Metallstückchen an einem Magneten. Bei den Göttern, warum war sie eigentlich hier?
Über dem sumpfigen Morast konnte sie nur beschwerlich levitieren, denn der feste Boden war ein gutes Stück unter dem Schlamm des Moores verborgen, sodass es sie einiges an Kraft kosten würde. Zwar stärkte der Sturm ihre Magie, aber wozu war diese hier schon nütze? Ihren Stab als ein Ruder nutzend, kämpfte sie sich weiter voran, bis sie plötzlich merkte, wie der Boden anstieg. Auf einmal stand Verana nicht mehr in einem sumpfigen Tümpel, sondern... auf einer Straße! Kein Zweifel, es war ein befestigter Weg. Sie hob den Blick und sah in einiger Entfernung ein Licht. Vielleicht konnte sie dem Unwetter doch noch entkommen. Sie wollte keine Zeit verlieren und wechselte sogleich in ihren Schwebezustand. Zwar hatte sie ein wenig Mühe mit dem starken Wind, aber damit konnte sie schon umgehen, denn sie war schließlich eine Windmagierin.
Bald schon stellte sie fest, dass das Licht aus einem Fenster einer riesigen Burg stammte, die hier wie eine drohende Zitadelle auf einer leichten Annhöhe über das Moor zu wachen schien. Verana wäre von dem Bau fasziniert gewesen, doch im Augenblick wollte sie einfach nur ins Trockene. Sie klopfte an die großen Eingangsportale, doch niemand öffnete. Sie rief laut, ob jemand zu Hause wäre. Keine Antwort. Sie beendete ihre Levitation und wollte die Festigkeit des Schlosses überprüfen, welches sie gleich mit einem heftigen Windstoß einzureißen gedachte. Für die Schäden würde sie später aufkommen müssen, doch im Augenblick wollte sie einfach nur hinein. Als sie an dem Riegel rüttelte, stellte sie erstaunt fest, dass sie Tür nicht abgeschlossen war. Wie unvorhergesehen, aber das war Verana auch gerade nur recht. Sie drückte die Portale nach innen auf und verschloss sie auch sogleich wieder.
Dann war es ruhig. Sie hatte den Sturm ausgesperrt und befand sich in einer alten Burg. Ob nun jemand da war, oder nicht, sie war hier vor dem Unwetter in Sicherheit. Verana strich sich die Haare aus dem Gesicht und schüttelte ein wenig die Nässe ab. Ihre Stiefel waren so schlammig, dass sie wahrscheinlich Abdrücke hinterlassen würden, was dem Hausherrn, wer immer er sein mochte, oder ob es ihn überhaupt geben mochte, in ersterem Falle nicht gefallen würde. Auf dem Boden vor ihr lag ein Stück Papier mit einer Nachricht darauf. Verana hob ihn auf und las, was dort geschrieben stand. Demnach gab es hier doch einen Hausherrn, der sich der Graf von Mooren nannte. Seltsam war die Wegbeschreibung zum Arbeitszimmer des Adeligen, sehr lang und ziemlich kompliziert. Wenn Verana die Nachricht hier zurücklassen würde, würde sie sich wohl ohne Wegbeschreibung in Kürze verlaufen. Interessant war auch, dass der Graf offenbar sein Arbeitszimmer in einem Schrank hatte, doch das half ihr nicht weiter. Gab es denn hier keine Diener? Nun, wie dem auch sei, Verana blieb nichts anderes übrig, als den Hausherrn zu suchen und ihm ihre Ankunft mitzuteilen.
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Re: Die Burg im Moor

Beitrag  Efyriel am Di 27 Aug 2013 - 16:14

Ein schriller Schrei hallte durch die Gänge und verursachte eine Gänsehaut. Graf Mooren kannte diese natürlich, dennoch überfiel ihn immer ein etwas mulmiges Gefühl, wenn sie wieder zu hören waren. Ärgerlich legte er seine Feder beiseite und öffnete die Tür.
"Ruhe! Verdammte Geister! Wie soll man denn da arbeiten?!" Es würde nicht viel nutzen, aber so machte er zumindest seinen Ärger Luft.

Er war ein Mann in den mittleren Jahren und bei guter Kondition. Sein Haar war unordentlich, da er sich nicht genügend Zeit nahm es zu pflegen, ein genauso unordentlicher Dreitagebart zierte sein Gesicht und unterstrich sein ungepflegtes äußeres. Ganz anders jedoch wirkten seine Kleider und sein Arbeitszimmer. Er trug ordentliche Hosen, ein blütenweißes Hemd und eine dunkelgraue Weste. Seine Finger wiesen einige Tintenflecke auf, ansonsten wirkte er recht munter und fröhlich. Es klopfte an eine weitere Tür und ein Angestellter brachte ihm seinen Nachmittagstee.
Ans Fenster klatschten Regentropfen und der Wind rüttelte an den Fensterläden. Was für ein abscheuliches Wetter!

"Oh, wir haben einen Gast!" rief der Graf erfreut aus und strahlte bis über beide Ohren. Er bekam zwar recht oft Besuch, ein Wunder, wer kämpfte sich schon gern durch Moore um einen wunderlichen Mann zu besuchen? doch er freute sich stets wenn jemand zu ihm kam. Den Weg in sein Arbeitszimmer war eine Art Test, wer ihn sich merken konnte, war vielleicht dazu in der Lage sich in der Burg einigermaßen zurecht zu finden. Doch vermutlich war das neben Mooren nur seine ständigen Angestellten und die Geister. Alle anderen Hausbewohner verirrten sich regelmäßig, besonders, da einige Durchgänge und Flure ihr Aussehen immer wieder veränderten. Man musste schon wissen, wo man entlang gehen musste.
Es war durchaus anstrengend in einer solchen Burg zu wohnen, andererseits liebte der Graf sein Zuhause. Er konnte sich eigentlich gar nicht vorstellen in einem normalen Haus zu leben. Das wäre ja zum gähnen langweilig!

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Re: Die Burg im Moor

Beitrag  Gast am Mi 28 Aug 2013 - 18:35

Verana war zwar schon bis zu in dem Brief besagter Leiter des zweiten Raumes gekommen, wurde aber durch einen schrillen Schrei so sehr erschreckt, dass sie den Halt verlor und hart auf dem steinernen Boden aufschlug. Obwohl sie Anzeichen und Spuren von Bewohnern entdeckt hatte - die Fackeln brannten, kein jahrhundertealter Staub lag herum und sie meinte auch bereits eine Gestalt um die Ecke huschen gesehen zu haben - war sie noch keinem dieser begegnet. Aber sie lies sich auch nicht beirren und wich daher nicht einen millimeter von dem Weg in der Beschreibung ab, die sie sich hoffentlich richtig eingeprägt hatte. So, Leiter runter, im Gang rechts, fünfte Tür, zweiter Schrank. Im Gang rechts, grüne Tür, linker Schrank. Äh, im Gang rechts, linke Tür, fünter Schrank? Nein! Im Gang links, rechte Tür, grüner Schrank! Oder? Quatsch, ähm, verdammt! Bring doch nicht immer alles durcheinander! Also, im grünen Gang der fünfte Schrank, dann die linke Tür und dann bin ich da! Aber, moment! Im Gang war doch gar nicht der Schrank! Verana stieß einen derben Fluch aus und versuchte sich zu orientieren, doch sie hatte hoffnungslos alles durcheinander gebracht.
Sie verlies unsicher den Raum mit der Leiter und fand sich an einer T-Kreuzung von Gängen wieder. So jetzt der linke Gang! Sie bog links ab und folgte dem langen Flur, bis sie zu einem Knick kam. Dahinter befanden sich mit einem Mal auf der rechten Seite Fenster. Sie musste also auf der äußersten rechten Seite der Burg angelang sein. Regenwasser trommelte gegen die hohen Glasscheiben und vereinzelt erhellten Blitze die Dunkelheit der Gänge. Irgendwie war es auch unheimlich so ganz allein, in dem Wissen nicht alleine zu sein, bei einem Unwetter in einer großen alten Burg umherzulaufen. Doch Verana fürchtete das Abenteuer nicht und so ging sie unbeirrt weiter.
Aha, dachte sie triumphierend, Hier ist der grüne Schrank! Jetzt hindurch und dann sehen wir weiter. Tatsächlich befand sich ziemlich am Ende des Ganges auf der linken Seite ein hoher Schrank mit grün bemalten Türen. Als sie den Schrank öffnete befand sich darin jedoch nur ein alter Besen und ein zusammengelegtes Hemd. Nicht ganz, was Verana erwartet hatte, aber das brachte sie noch längst nicht um den Mut. Mit aller Kraft, die sie aufbringen konnte stemmte sie sich seitlich gegen das Eichenholzungetüm, und sie schaffte es sogar ihn ein Stück zu verrücken. Dahinter befand sich sogar tatsächlich eine Tür. Sie lächelte ihr triumphierendes Lächeln und schob noch ein wenig kräftiger, bis die Lücke groß genug war, dass sie hindurch passte. Hinter der versteckten Tür befand sich ein weiterer langer Gang. Sie folgte ihm bis zu einer Biegung nach links. Danach führte der Gang an einer T-Kreuzung vorbei, doch Verana ging diesmal geradeaus. Sie suchte nach der zweiten Tür auf der linken Seite. Die Türen befanden sich hier in einem ziemlich großen Abstand nebeneinander. Interessanterweise befanden sich bis zur nächsten Kreuzung genau zwei Türen auf dieser Seite und Verana öffnete die letzte, die einen grünen Anstrich besaß.
Sie gelangte in ein Schlafgemach, augenscheinlich ein Gästezimmer. Auf der rechten Seite befanden sich zwei Schränke. Wenn sie sich recht erinnerte, dann musste sie jetzt an die Tür des zweiten Schrankes von links klopfen, also an die des rechten. Sie räusperte sich noch einmal, bevor die in Erwartung dem Burgherrn gegenüber zu treten an die Schranktüren klopfte.
Obwohl Verana, nachdem sie die Leiter hinabgeklettert war, komplett den falschen Weg gegangen war, hatte sie es durch mehrere glückliche Fügungen auf einem ganz anderen Weg geschafft die Hintertür zum Arbeitszimmer des Grafen von Mooren zu finden. Verana war natürlich der vollen Überzeugung, den ganzen Weg richtig gegangen zu sein. Und sie hatte ihr Ziel ja auch schließlich erreicht, wobei der Weg, wie es in einem bekannten Sprichwort wohl heißt, diesmal nicht das Ziel gewesen war.
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Re: Die Burg im Moor

Beitrag  Efyriel am Sa 31 Aug 2013 - 16:48

Verwundert betrachtete der Graf die Tür, als es klopfte. Es war nicht jene, durch die Gäste normalerweise kamen.
"Nur herein!" rief er dann vergnügt. Scheinbar nahm es sein Gast mit dem Weg nicht so genau, doch sprach es für ihn, dass er dennoch her gefunden hatte. Oder aber das Haus mochte ihn.
Sie!  musste er sich kurz darauf korrigieren, als sein Blick auf Verana fiel. Der Angestellte, hatte die Tür geöffnet, um den Gast ein zu lassen und um selbst wieder ans Werk zu gehen.

"Willkommen! - Was führt euch in diesen abgelegenen Winkel dieses Landes?" fragte der Graf und schenkte mit Begeisterung Tee in eine weitere Tasse.
"Ihr trinkt doch einen Tee mit mir?" meinte er lächelnd und machte eine einladende Geste.

Das Zimmer war an allen Wänden mit Regalen bestückt, welche bis unter die Decke reichten. Sie waren beinahe ausnahmslos mit Büchern und Ordnern gefüllt. An einer Wand schloss sich an das Regal ein Kartenschrank an. Mitten im Raum stand ein großer leerer Tisch, der Platz für Karten und Bücher bot, ein überfüllter Schreibtisch nahm den Platz vor den Fenstern ein. Nirgendwo war ein Ofen zu sehen, dennoch herrschte eine angenehme Temperatur und es schien als würde die angenehme Wärme vom Boden aufsteigen. 

"Nehmt doch bitte Platz und bitte streift eure Schuhe ab, damit ihr nicht überall Fußspuren hinterlast. - Zwar gibt es hier so kleine Viecher, die den Schmutz von den Brettern nagen, doch in mein Arbeitszimmer lasse ich diese nur ungern." 
Der Graf breitete ein Tuch auf dem großen Tisch aus und stellte die Tassen darauf ab. Ganz als hätte er Besuch erwartet standen zwei Stühle bereit und das Service war für zwei Personen ausgerichtet. Neben die Teekanne stellte er ein kleines Gefäß mit Zucker und ein Teller mit Gebäck.

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Re: Die Burg im Moor

Beitrag  Gast am Di 3 Sep 2013 - 12:27

Verana hatte noch nicht ganz die Hand von der Tür zurückgenommen, da flog sie auch schon auf und ein Diener drängte sich an ihr vorbei und verschwand auch sogleich durch die Tür, die sie herein gekommen war. Verdutzt musste sie einen Augenblick blinzeln. Waren ihr doch zuvor überhaupt keine Menschenseelen über den Weg gelaufen, wurde sie hier nicht nur in absonderlicher Fröhlichkeit begrüßt, sondern auch noch gleich von einem Diener überrannt. Weitere befanden sich in dem Zimmer selbst. Doch schließlich überwand sie ihre kurze Starre und besann sich wieder, dass sie es mit einem Grafen, einem hohen Adeligen also, zu tun hatte, und knickste einmal höflich, ehe sie sich vorzustellen begann.
"Guten Tag, Mylord. Mein Name ist Verana und ich komme, um vor dem abscheulichen Wetter draußen hier in der Burg Zuflucht zu suchen."
Er hieß sie willkommen, fragte warum sie hier war und ob sie einen Tee trinken mochte. Sicherlich hatte Verana in einer solchen Burg, noch dazu in dieser Gegend umgeben von Mooren, mit einer solchen Frohnatur gerechnet. Seine Heiterkeit war beinahe ansteckend und sie ertappte sich dabei, wie sie selbst ein wenig zu lächeln begann. Sie nahm den Tee gerne an und zog ihre Stiefel aus, um nicht den schönen Teppich zu verunreinigen. Seltsam war, dass es, obwohl nirgendwo ein Kamin oder Ofen zu sehen war, erstaunlich warm in dem Zimmer war. Es musste eine Art Bodenbeheizung mit warmen Quellwasser oder ähnlichem geben. Jedenfalls fühlte sie sich augenblicklich wohler und nahm an dem großen Tisch Platz. Auch wenn Verana vom Gegenteil ausgegangen war, schien der Graf auf Besuch bestens vorbereitet zu sein. Er breitete eine Tischdecke auf dem Tisch aus und kam sofort mit einer Teekanne, Zucker und Gebäck zurück, als wäre sie in der Tat erwartet worden, doch sie sagte nichts dazu. Stattdessen versuchte sie sich darauf zu besinnen, wie sie eigentlich hier her gekommen war. Erstaunlicherweise fiel ihr das gar nicht so leicht. Sie erinnerte sich noch, wie der Regen über sie hereingebrochen war, als sie in einer alten Scheune etwas ausgeruht hatte, doch sie wusste nicht mehr, wieso sie hier war. Ihre Erinnerungen waren einfach wie ausgelöscht. Das letzte, woran sie sich noch aktiv erinnerte, war, dass sie in die Bibliothek der Akademie von Koras gegangen war, doch ab da verschwanden die Erinnerungen einfach.
"Es tut mir wirklich Leid, Mylord. Doch ich scheine vergessen zu haben, warum ich eigentlich hier bin. Oder wo ich überhaupt bin. Sagt, sind wir hier etwa in Gerlaugur? Die Umgebung würde dazu passen, aber an diese Burg kann ich mich nicht erinnern. Oder an einen Grafen, der dort residiert. Ein seltsames Gebäude ist das hier. Es ist ziemlich groß und verwinkelt. Und eine Menge geheimer Türen scheint es hier auch zu geben."
Sie trank einen Schluck Tee. Er schmeckte gut, leicht würzig und wirkte sehr entspannend, zumindest auf andere Menschen. Verana wurde dadurch nur noch ein wenig hibbeliger. Sie begann bereits wieder aus Nervosität an ihren Haaren, die noch immer nass waren, zu drehen und sie Spiralen um ihren Finger zu wickeln. Ihre Augen huschten nur so durch den Raum und betrachteten jedes Detail für eine kurze Zeit.
"Ihr scheint mich erwartet zu haben, oder aber ihr seid gut auf Besucher eingerichtet. Aber ich hätte nicht gedacht, dass an so einem Ort viele Personen entlang kämen. Bis auf dieses gastfreundliche Domizil hat diese Gegend doch nichts gastwirtliches an sich."
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Re: Die Burg im Moor

Beitrag  Efyriel am Di 3 Sep 2013 - 14:21

Der Graf setzte sich Verana gegenüber und nickte zu ihren Worten.
"Aber nennt mich doch Graf, dass tun hier alle!" meinte er lächelnd.
"Das ihr vor dem Wetter geflüchtet seit, kann ich mir nur zu gut vorstellen, es ist ja auch fürchterlich." Wie zur Bestätigung schlugen die Regentropfen in einer Windböe gegen die Sheiben.

"Aber nein, wir sind nicht in Gerlagur, wo auch immer das liegen mag. Es ist wahrlich erstaunlich, dass ihr euch nicht erinnern könnt, obwohl ihr eine weite Reise hinter euch haben müsst. - Aber was meine Burg betrifft habt ihr wohl recht, sie ist besonders." Der Graf nippte an seinem Tee und lehnte sich auf dem Stuhl zurück.
"Ich bin immer vorbereitet. Einmal merke ich es sobald jemand mein Heim betritt, andererseits bekomme ich erstaunlich viel Besuch. Es ist als würde die Burg Besucher regelrecht anziehen. - Vielleicht habt ihr die Schreie vorhin bemerkt, lasst auch davon nicht beunruhigen. Hier wohnen auch einige Geister und manche machen sich einen Spass daraus Besucher zu erschrecken."
Mit einigen weiteren Schlucken leerte er seine Tasse und schenkte nach.
"Ich freue mich über jeden Besuch, wisst ihr hier ist es sonst doch recht einsam. - Was ist euer Beruf wehrte Verana? Ihr seid noch jung, da reist man doch sicher gerne. Vielleicht könnt ihr euch darum nicht erinnern wie ihr hier her gelangt seid?"
Besuch von weit her war etwas besonderes, meist waren es eher Abenteurer aus den umliegenden Ländern, die hier vorbei kamen. Bei manchen schien es als Mutprobe zu gelten durch die Moore zu wandern. Der Graf konnte sich jedenfalls glücklich schätzen viele Sprachen gelernt zu haben. Sein Wissen verdankte er dabei nicht zuletzt einigen alten Geistern und gar Dämonen, aber auch Hausgnomen, Bücherratten und ähnlichem Gesindel. Zum Teil waren sie durchaus gebildet, andere gingen dem Hausherrn mächtig auf die Nerven.

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